8 Greenkeepers Journal 4/2024 GREENKEEPER VERBAND NEUES GVD-VERANSTALTUNGSFORMAT GESTARTET GVD-Praxistage – gelungener Mix aus Theorie und Praxis Bereits in der letzten Ausgabe konnten wir noch einen kleinen Kasten zum neuen GVD-Format „Praxistage“ kurz vor Druck einbinden. In diesem Magazin sollen weitere Details folgen. Warum? Weil das neue Format in meinen Augen viel Potenzial hat und den Anfragen und Wünschen der Mitglieder Rechnung trägt. Federführend verantwortlich: Michael Kurth, GVD-Vizepräsident und Vorsitzender des GVD-Weiterbildungs-Ausschusses (WBA). Die Idee: ein neues Format auf der Anlage und im regionalen Umfeld eines Kollegen mit einem theoretischem und einem weitestgehend praktischen Part. Das Ganze ausschließlich mit den Partnern, mit denen der verantwortliche Greenkeeper im Rahmen von interessanten Projekten zusammenarbeitet. Und, um es gleich vorwegzunehmen, Michael Kurth legte die Messlatte für künftige Veranstaltungen hoch. Entsprechend beworben, fand sich am 23./24. September die auf 50 Teilnehmer begrenzte Gruppe aus ganz Deutschland bei ihm im Mainzer Golfclub ein. Auch Marc Biber und Caroline Stenzhorn vom Deutschen Golf Verband waren erschienen, um das neue Format kennenzulernen. Fachlich begleitet wurde der Tag von Angela Dohmen (TURF Handel GmbH) – nichts wurde dem Zufall überlassen. Sogar die Brotzeit an Tag 2 war Greenkeeper-gerecht herzhaft gewählt: Rheinhessische Fleischwurst-Ringe und „Spundekäs“. Ausflug nach Geisenheim Der Reihe nach: Ausführlich erläuterte Michael Kurth an Tag 1, was die Angereisten erwartete und was das Neue an dieser Veranstaltungsform ist. Auch Stefan Kirstein, Geschäftsführer des Mainzer Golfclubs und Präsident des Golfmanagement-Verbandes (GMVD), fand treffende Worte zur Bedeutung der Arbeit der in der Platzpflege Beschäftigten und wünschte einen guten Verlauf der Tagung. Mit dem Bus ging es dann zur Hochschule Geisenheim. Prof. Martin Bocksch, seit 2006 Lehrbeauftragter im Studiengang Landschaftsarchitektur, hatte sich bereiterklärt, einen Einblick in sein Schaffensgebiet zu gewähren. Beeindruckend, was er zur nebenanliegenden Villa Monrepos und dem dazugehörigen Park zu berichten wusste. Einige Eckdaten: Erbaut wurde die Villa zwischen 1860 und 1863 im Auftrag von Eduard von Lade. Dieser stammte aus einer Geisenheimer Familie und war durch seine Bankiertätigkeit und Waffengeschäfte sehr wohlhabend geworden. Hier, auf diesem Areal, wollte er seinen vielseitigen Interessen nachgehen, zu denen neben dem Obst-, Garten- und Weinbau auch die Astronomie gehörte. Die Parkanlage umfasste ursprünglich etwa sechs Hektar. Nach langen planerischen und baulichen Vorarbeiten wurde schließlich 1872 die Königlich Preußische Lehranstalt für Obst- und Weinbau in Geisenheim gegründet – in unmittelbarer Nähe zu von Lades Villa und der Parkanlage. Letztere wird heute auch von der Hochschule zu Forschungszwecken genutzt, wie Bocksch berichtete. Nach einer Führung durch den Park und einem Mittagessen in der Hochschulmensa, erläuterte Prof. Daniel Westerholt, Lehrstuhlinhaber für Vegetationstechnik im Landschaftsbau, in den Hochschul-eigenen Versuchshallen die aktuellen Studien im Bereich Dachbegrünungen und -entwässerung. Prof. Martin Bocksch führte durch die Parkanlagen der Villa Monrepos, die heute auch zu Forschungszwecken von der HS Geisenheim genutzt werden. (Alle Fotos: S. Vogel) Prof. Daniel Westerholt (l.) sprach vor den Hochschul-eigenen Versuchshallen über die aktuellen Studien im Bereich Dachbegrünungen und -entwässerung. André Kastigen (Heiler-Sportplatzbau) erläuterte in Mainz Wissenswertes zu Sportplatzbau und -pflege.
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