9 4/2024 Greenkeepers Journal GREENKEEPER VERBAND Weiter ging es mit dem Bus in die MEWA ARENA, seit 2006 sportliche Heimat des 1. FSV Mainz 05. Hier wusste André Kastigen (Heiler-Sportplatzbau) Interessantes zum Stadion, zum Bau und zur Pflege des Sportrasenplatzes zu berichten – übrigens kein Hybridrasen. Im alten Stadion, das anschließend angefahren wurde, und in dem heute trainiert wird und daneben auch die zweite Mannschaft spielt, erläuterte er die Unterschiede in den Boden-Aufbauten. Auf den Trainingsplätzen in unmittelbarer Nähe zum alten Stadion waren Hybridrasen- und verschiedene reine Kunstrasenplätze mit ihren Vor- und Nachteilen zu besichtigen. Zurück nach Mainz, auf den Golfplatz Wieder zurück im Mainzer Golfclub ging es auf den Platz und Michael Kurth erläuterte seine Beregnungsumstellung, die er unter anderem mit der Firma Stock Beregnungstechnik und Rain Bird vorgenommen hat, und stellte sich den Fragen der Kollegen. Angela Dohmen stand an einer weiteren Station für die diversen Fragen bzgl. Grüns-Pflege und Bodenuntersuchungen zur Verfügung. Wissen vermitteln und vermittelt bekommen, macht aber auch hungrig und so fanden sich die Gäste bereitwillig zu lecker Gegrilltem auf der Driving-Range ein, einzelne schwangen sogar die bereitgestellten Golfschläger. Für mich ein Highlight: Kurths Team war auch eingeladen worden und ein besonders netter Kontakt ergab sich mit Johannes Seeberger, einem vollwertigen Kollegen mit Inclusions-Hintergrund, der wie selten zuvor erlebt und für jeden erkennbar, die Freude an seinem derzeitigen Beruf und in der Zusammenarbeit mit seinen Kollegen in Mainz vermittelte. Theorie gab es auch Tag 2 begann human um 8 im Pavillon des an die Golfanlage angrenzenden Aparthotels. Nach Einblicken in die Geschichte des Mainzer Golflcubs durch Stefan Kirstein und Michael Kurth, gab es einen interessanten Vortrag von Ron Richter (Terra Petra) zum Einsatz von Pflanzenkohle auf Sportanlagen, bspw. beim Divotfilling. Anton Steinbeck und Benjamin Lemme (beide Punctus) referierten anschließend über die Punctus-Vermessung einer Golf- anlage mittels Drohnen sowie über die Einsatzmöglichkeiten der von ihnen vertriebenen Automower. Daran schloss sich eine generelle Diskussion über Vor- und Nachteile bzw. die bislang gemachten praktischen Erfahrungen mit dieser Technik an. Nach einer Kaffeepause ging es nochmal nach draußen, um die verschiedenen Maschinen im Bereich autonomes Mähen und Automatisierung der Driving-Range im Live-Betrieb zu besichtigen. Hierfür standen die Experten der Firmen Weimer, Echo, Husqvarna, Kress und HEENZ robotic zur Verfügung. Mein persönliches Fazit der zweitägigen „GVD-Praxistage“: ein sehr engagiert durchgeführtes, neues Format, das hoffentlich zu einer festen Einrichtung wird und zu dessen Erfolg neben Gastgeber Stefan Kirstein und Michael Kurth mit seinem Team auch die Referenten und Partner beigetragen haben. Ein herzlicher Dank, besonders auch an die GVD-Geschäftsstelle mit Christina Seufert und Lisa Bließen, die in die Organisation und Durchführung eingebunden waren – gerne wieder! Stefan Vogel Michael Kurth (l.) mit den Experten von Stock Beregnungstechnik und Rain Bird, Christian Stock (3.v.l.) und Sven Weinberger (4.v.l.), die ihn bei der Beregnungsumstellung unterstützten. Angela Dohmen (Turf Handels GmbH) inmitten der interessierten Platzpflege-Fachleute auf dem Mainzer Golfplatz Besonderes Highlight für viele: das liebevoll organisierte Grillen auf der Driving-Range Spannendes und Neues gab es auch an Tag 2 im Pavillon des Aparthotels zu erfahren – hier die Experten von Punctus: Anton Steinbeck und Benmain Lemme (v.l.).
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