greenkeeper 04-2024

FACHWISSEN 42 Greenkeepers Journal 4/2024 als „Bucheckern“ bezeichnet werden, der Schwerkraft folgend zu Boden (Abbildung 18) und werden von Mäusen, Eichhörnchen und anderen Kleinsäugern für Wintervorräte gesammelt. Alle drei bis sechs Jahre werden bei der Rotbuche besonders zahlreiche Früchte gebildet, es wird von „Mastjahren“ gesprochen. Bei der epigäischen Keimung der Rotbuche schieben sich aus den dreieckigen Bucheckern die stark gefalteten, etwas dicklichen Keimblätter und breiten sich Anfang April aus (Abbildung 19). Drei Wochen später sind zwischen den Keimblättern die ersten Laubblätter zu sehen (Abbildung 20). Die Früchte enthalten bis zu 25 % fettes Öl, Blausäure und Glykoside. Werden die Samen in größerer Menge gegessen, können sie wegen dieser Inhaltsstoffe beim Menschen zu Vergiftungen führen. 3. Auch die Stiel-Eiche (Quercus robur L.) gehört zu den Kätzchenblütlern. Sie kann sehr alt werden, etwa 700 bis 1.000 Jahre, und im Freistand große breite Kronen bilden (Abbildung 21). Etwa Mitte April schieben sich aus den Winterknospen gleichzeitig mit den Blättern die männlichen Blütenstände heraus (Abbildung 22), sie sitzen zunächst dicht gedrängt an einer kurzen Achse an der Basis des Jahrestriebes. In den nächsten Tagen streckt sich die Blütenstandsachse, so dass die Blütenstände herabhängen (Abbildung 23). Abb. 20: Nur etwa drei Wochen später haben sich die Keimblätter geglättet und die ersten Laubblätter beginnen sich zu entwickeln. Abb. 24: Die jungen Früchte stehen an einer langen Blütenstandsachse und sind noch sehr klein. Abb. 19: … bis sich Anfang April die zwei gefalteten Keimblätter (epigäische Keimung!) aus den Bucheckern herausschieben. Abb. 23: … die ein paar Tage später an einer gestreckten Blütenstandsachse herabhängen. Abb. 18: Etwa ab November liegen Cupula und Bucheckern am Boden, … Abb. 21: Die Stiel-Eiche bildet große Bäume mit breiten Kronen. Abb. 22: Mit dem Blattaustrieb schieben sich auch die noch sehr kurzen männlichen Blütenstände aus den Winterknospen, …

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