65 4/2024 Greenkeepers Journal GOLFPLATZ 2005 wurden die meisten davon abgerissen, befestigte Flächen entsiegelt, zudem Kläranlagen, Öltanks und belasteter Boden entsorgt sowie 10.000 Quadratmeter Landschaft reanimiert, um Platz für das Projekt Budersand Golf zu schaffen – benannt nach der zweithöchsten Düne der Insel und mit 32 Metern die höchste Erhebung auf der südlichen Nehrung. Der vom Sylter Golfplatzarchitekten Rolf-Stephan Hansen nach schottischem Vorbild konzipierte Linkskurs bezieht die unter Naturschutz stehende Dünenlandschaft ein, stützt und schützt diese sogar durch den Einbau von zerkleinertem, unbedenklichem Material und hat „der Insel Natur zurückgegeben“, wie es in der Chronik des Golfclub Budersand Sylt heißt. Summa summarum Insektenhotels oder Streuobstwiesen sind längst nicht mehr State of the Art in der ideologischen Debatte um die Existenzberechtigung von Golfplätzen in Zeiten des Klimawandels und der zunehmenden Naturzerstörung. Politiker und Landesregierungen haben das erkannt und üben sich im Schulterschluss mit den Ökologie- und Nachhaltigkeits-Aktivitäten der Golfverbände. Jüngstes Beispiel ist die Biodiversitätskooperation in Nordrhein-Westfalen und das Statement des zuständigen Staatsministers Oliver Krischer: „Viele Golfanlagen […] sind potenzielle Oasen für die Natur. Wir arbeiten mit den Golfverbänden enger zusammen, weil sie bei der Umsetzung unserer Biodiversitätsstrategie helfen können.“ Es geht also voran. Dennoch gilt es nach wie vor, ein dickes Brett zu bohren und eine Menge Missverständnisse auszuräumen. Bleibt zu hoffen, dass die derzeit breit angelegten Bemühungen Früchte tragen. Michael F. Basche Mainzer Golfclub (Quelle: instagram.com) GC Budersand Sylt (Foto: M.F. Basche) 35% Wassereinsparung WWW.AQUAAID.EU 150 Tage Schutz vor Trockenstress wissenschaftlich belegt
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