68 Greenkeepers Journal 4/2024 DIE VORBEREITUNG EINER GOLFANLAGE AUF TOP-EVENTS Tanzdielen für Turniertage Das Lob kam einem Ritterschlag gleich. Die Grüns des Porsche Nord Course von Green Eagle seien besser als die Puttflächen beim Masters im Augusta National Golf Club, urteilte 2023 Keith Pelley, seinerzeit Chef der DP World Tour, beim Gastspiel des europäischen Circuits. Damals hieß das Turnier noch Porsche European Open, musste anschließend für ein Jahr ohne Hauptsponsor auskommen und steht für die kommende Saison nicht im Spielplan. Vorerst, wie betont wird. Die 25. Kalenderwoche nach der US Open Mitte Juni wäre noch frei, allerdings:„Welche Firma haut nach November ein Budget für Marketing raus?“, gab sich Green- Eagle-Hausherr Michael Blesch beim Adventstalk am 1. Dezember im Podcast Radio Golfschau von und mit Frank Förster realistisch. Wie immer geht es ums Geld, an den jeweiligen Bühnen liegt es definitiv nicht. Die Green Eagle Golf Courses sind seit 2017 Bestandteil eines Tourkalenders „und werden das auch in Zukunft sein“, merkte Blesch vielsagend an, der allein schon durch den Bau des neuen West Course und der angepeilten Bewerbung um den Ryder Cup 2035 bestes Einvernehmen mit Virginia Water pflegt. Im englischen Hauptquartier der European Tour Group schätzt man den gelernten PGA-Professional und dessen unermüdliche Arbeit an der Anlage, die Blesch jedes Jahr in Bestzustand präsentiert hat. Pelleys Plazet war diesbezüglich nur die Kirsche auf der Torte. Henseleit und Co. auf dem „grünen Monster“ Kurz vor Drucklegung dieser Ausgabe kam dann die Nachricht, dass die Green Eagle Golf Courses tatsächlich 2025 Austragungsstätte eines Profiturniers sind – bei den Damen. Die Ladies European Tour (LET) verlegt das einzige deutsche Gastspiel nach drei Ausgaben im Golf- und Country Club Seddiner See nahe Potsdam vor die Tore der Elbmetropole Hamburg: Olympia-Silbermedaillengewinnerin Esther Henseleit, Titelverteidigerin Alexandra Försterling, Shooting Star Helen Briem und Co. schlagen kommenden Sommer in Winsen (Luhe) auf Bleschs „grünem Monster“ ab, wie Rocker Alice Cooper den Parcours getauft hat. Soweit die Nachrichtenlage. Doch was braucht es eigentlich, um einen Platz für die Beletage des Golfsports „hochzufahren“, um eine Anlage auf solche Top-Events vorzubereiten? Seediner Sees Superintendent David Duke hat heuer bei der dritten Auflage des Damenturniers Gästen vom Golf Management Verband Deutschland (GMVD) Einblicke zum Thema Düngeplan und Beregnungsmanagement vermittelt und die Bedeutung von Teamleistung und Passion betont, und das Greenkeepers Journal hat sich diesbezüglich bei den Ausrichtern diverser Open umgehört. Allen Plätzen gemeinsam ist, was der Ire Padraig Harrington mal als unabdingbare Voraussetzung für den Gewinn von Majors proklamiert hat. Der dreifache Majorsieger sieht „den einfachsten Weg“ darin, das eigene Spiel schlichtweg konstant auf einem Level GOLFPLATZ Wie ist das, wenn ein Platz für die Beletage des Golfsports hochgefahren wird? Wir haben uns bei den Gastgebern diverser Open umgehört. Bis einschließlich 2024 gastierte noch die European Open auf dem „grünen Monster“ der Green Eagle Golf Courses nahe Hamburg, … (Foto: Green Eagle Golf Courses) … doch nun verlässt das Amundi German Masters den Golf- und Country Club Seddiner See (Foto) und findet 2025 auf dem Nord Course statt. (Foto: Amundi German Masters/U.COM)
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