greenkeeper 04-2024

RASEN · TURF · GAZON 4/2024 87 Da beim Fußball auch der optische Aspekt des Spielfeldes eine Rolle spielt, wurden zur Bewertung der Optik der einzelnen Parzellen zusätzlich BoniturNoten von 1-9 vergeben. Damit die Bonitur möglichst neutral erfolgte, wurde die Bewertung durch Dritte durchgeführt. Hierzu wurden 2 Personen unabhängig voneinander befragt, welche Noten sie den Versuchsparzellen geben würde. Die Benotung erfolgte im DreiMonats-Rhythmus. Ergebnisse Organische Masse Abbildung 10 zeigt das durchschnittliche Gewicht des Striegelguts direkt nach dem Striegeln während des Versuchsverlaufs. Mit der Variante 2 (Feld 2), Striegeln alle zwei Wochen, wurde die meiste organische Masse entfernt. Verglichen mit Variante 4 (Feld 4), Striegeln im Vier-Wochen-Rhythmus, wurden 24 % mehr Organik entfernt. Im Vergleich von Feld 2 zu Feld 3, Striegeln im Drei-Wochen-Rhythmus, lag die Differenz bei 19,3 %. Optisch waren bereits nach zwei Arbeitsgängen erste Unterschiede in der Narbendichte und beim Schnittbild zu erkennen. Die Grasnarbe im intensiver gestriegelten Feld wuchs dichter und die Poa annua bildete weniger Blüten aus. Blütenbildung Abbildung 11 zeigt die Durchschnittswerte der Entwicklung der Blütenbildung von Poa annua. Die zeitlich gestaffelten Striegelmaßnahmen erzielten ein deutliches Ergebnis. Das Striegeln alle zwei Wochen (Feld 2) reduzierte im Vergleich zum nicht gestriegelten Feld 0 die Blütenbildung um ca. 50 %. Auch in den Feldern 3 und 4 konnte die Blütenbildung gegenüber dem Feld 0 um ca. 21 % verringert werden. Der Unterschied zwischen den Feldern 3 und 4 war mit ca. 2 % sehr gering und in der Praxis vernachlässigbar. Alle gestriegelten Felder zeigten im Vergleich zum Feld 0 eine homogenere Oberflächenstruktur. Filzdicke Während des Versuchszeitraums war bei allen Striegelvarianten ein Rückgang der Filzdicke zu festzustellen. Auf Versuchsfeld 0 blieb die Filzdicke nahezu unverändert. Auf Feld 2 konnte durch das Striegeln die Filzdicke um 10 mm, bei Feld 3 um 7 mm reduziert werden. Feld 4 zeigte in den Monaten August und September einen leichten Anstieg der Filzdicke, die jedoch bis zum Versuchsende wieder reduziert wurde. Im Vergleich zu Beginn des Versuchs konnte bei Feld 4 ein Rückgang der Filzdicke von 6 mm festgestellt werden. Narbendichte Zum Ende des ersten Versuchsmonats war bei allen Feldern ein leichter Rückgang der Narbendichte zu erkennen, der bei Feld 4 noch weitere 4 Wochen andauerte (Abbildung 13). Alle anderen Varianten zeigten eine Zunahme der Abb. 7: Messung der Filzdicke mit Locheisen und Meterstab. (Foto: M. Schwalm) Abb. 8: Leichtes Drehwiderstandsgerät. (Foto: H. Nonn) Abb. 9: Clegghammer (Clegg Impact Soil Tester). (Foto: H. Nonn) Abb. 10: Durchschnittliches Gewicht des Striegelguts in Gramm (Mittelwerte aus sechs Messterminen) Abb. 11: Prozentuale Entwicklung der Blüte von Poa annua während des Versuchszeitraums (Mittelwerte aus sechs Messterminen)

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