greenkeeper 04-2024

88 RASEN · TURF · GAZON 4/2024 Narbendichte, die bei den Feldern 2 und 3 bis zum Versuchsende mit 95 % am stärksten ausgeprägt war. Im Vergleich zu Versuchsbeginn lag die Steigerung der Narbendichte bei diesen Feldern somit bei 2 %. Drehwiderstand Im Vergleich zur unbearbeiteten Fläche (Feld 0) wurde bei den gestriegelten Feldern 2 und 3 eine durchschnittliche Steigerung des Drehwiderstands um ca. 1,5 bis 2 Nm erreicht (Abbildung 14). Auch mit dem vierwöchigen Striegelintervall wurde gegenüber Feld 0 der Drehwiderstand im Mittel noch um 1 Nm erhöht. Tendenziell scheint das Striegeln einen positiven Einfluss auf den Drehwiderstand auszuüben, obwohl die Werte sehr eng beieinander liegen. Die FIFA (2022) gibt in ihrem Bewertungssystem für den Drehwiederstand einen Spielraum von 25 bis 50 Nm an. Die gemessenen Werte liegen somit im unteren Bereich dieser Anforderung. Oberflächenhärte Die alle zwei Monate durchgeführten Messungen der Oberflächenhärte ergaben bei den Feldern 0, 2 und 4 nur eine geringfügige Veränderung während des gesamten Versuchsverlaufs (Abbildung 15). Eine im Durchschnitt um 3 Gm höhere Härte verzeichnete Feld 3. Insgesamt sind die Unterschiede als gering zu bezeichnen. Nach den in Abbildung 16 aufgeführten Grenzbereichen für die Oberflächenhärte können alle untersuchten Varianten auch für den Amateurbereich als relativ weich eingestuft werden. Rasenoptik Die im Juni und zu Versuchsende im Oktober durchgeführten Bonituren der Rasenoptik belegen einen positiven Effekt aller Striegel-Varianten. Sie konnten das optische Erscheinungsbild im Vergleich zur unbehandelten Variante verbessern. Besonders in der Parzelle 2, Striegeln alle zwei Wochen, wurde an allen vier Abb. 12: Veränderungen der Filzdicke während des Versuchszeitraums in mm Abb. 14: Drehwiderstand in Nm (Mittelwerte aus drei Messterminen) Abb. 16: Grenzbereiche für die Oberflächenhärte (NONN, 2017) Abb. 13: Prozentuale Veränderungen der Narbendichte während des Versuchszeitraums Abb. 15: Oberflächenhärte in Gm (Mittelwerte aus drei Messterminen) Abb. 17: Mittelwerte der Rasenoptik aus zwei Boniturterminen (Boniturschema 1 – 9)

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