110 golfmanager 1 / 25 GOLFSPORT ? Was schätzen Sie an deutschen und was an ausländischen Club? ! Eine schwierige Frage, jeder Platz hat seine Eigenheiten, Besonderheiten. In jedem Golfclub gibt es etwas Großartiges. Ich meine, allein das Privileg auf Golfclubs unterwegs zu sein, an der frischen Luft zu sein, statt in der Halle irgendwo rumzusitzen, das ist schon etwas Besonderes. ? Wie wird man mit dem Ruhm in den jungen Jahren fertig. Ist das schon eine Belastung? ! Das ist immer eine Frage der Einstellung. Am Ende ist es meine Arbeit, auch wenn das nicht mein Lieblingsteil der Arbeit ist. Es gehört einfach dazu. Auch bei der normalen Arbeit gibt es Teile, die man vielleicht nicht so großartig findet. Der Preis, den man als Sportler dafür bezahlen muss, ist ein sehr, sehr kleiner. Also, muss ich halt mal ein Interview geben, aber kann dafür machen, was ich will, also selbstbestimmt arbeiten. Deshalb ist es ok. ? Hatten Sie mit ihren Kolleginnen wie Esther Henseleit oder Alexandra Försterling schon gesprochen und bildet sich nun auf den Turnieren eine deutsche Frauen-Clique? ! Ich habe erst wenige Turniere gespielt, bin da noch am Finden. Mit Esther hatte ich noch gar keinen Kontakt, aufgrund des großen Altersunterschieds. Ich werde sie in drei Wochen das erste Mal treffen, dann wird man weitersehen. ? Nach einem Turnier, möglich mit Freunden essen zu gehen oder nur einen zu trinken an der Bar? ! Eher unwahrscheinlich. Einen trinken tue ich abends nicht, und mit Freunden essen tue ich in einer einer Turnierwoche ebenfalls nicht. Ich muss ein Turnier spielen und dann kommt die Regeneration. Manchmal wird auch noch was nachbereitet, was trainiert, der Feinschliff für den nächsten Tag. Schönen Dank für das offene Gespräch und viel Erfolg für die kommende Saison! Mit Helen Briem sprach Peter Marx. AUSRUHEN IST KEINE OPTION Im System der Spitzensportförderung angekommen Der Deutsche Golf Verband (DGV) hat für den Förderzyklus 2025 – 2028 des Bundesministeriums des Inneren (BMI) die Subsidiaritätsprüfung erfolgreich absolviert und gilt somit als förderfähig und förderwürdig. Die Bundesförderung ist grundsätzlich darauf ausgelegt, zusätzliche Stellen oder Maßnahmen finanziell zu unterstützen. Somit steht vorerst für die kommenden vier Jahre eine offizielle Bundesförderung für die Schaffung von zwei Chef-Bundestrainerstellen (je ein Männer- und ein Frauentrainer), je eine Stelle Bundestrainer Wissenschaft/Diagnostik, Bundestrainer Athletik und Bundesstützpunkttrainer zur Verfügung. Der DGV erwartet zudem kurzfristig noch einen weiteren Teil der BMI-Unterstützung zur Jahresplanung, d.h. zur Durchführung von Maßnahmen wie beispielsweise Lehrgängen, Wettkämpfen u.a. Insgesamt wurde die Bundesförderung bis einschließlich 2028 zugesichert Mit Ausschreibung und Besetzung der neuen Stellen kam es zu einem Personalwechsel innerhalb des Leistungssportpersonals des DGV: Mit Christopher Herrmann und Stephan Morales konnten die neuen ChefBundestrainerstellen (Männer/Frauen) mit zwei erfahrenen Bundestrainern besetzt werden. Sebastian Rühl, vormals Bundestrainer Frauen (U23), wechselte auf die neugeschaffene Bundestrainerstelle Wissenschaft/Diagnostik. Nicole Gögele ist die neue Bundestrainerin Frauen, Esther Poburski übernimmt die Stelle der Bundestrainerin Frauen/ Nachwuchs. Bei den Männern bleibt Ulrich Eckhardt Bundestrainer und die Nachfolge von Christoph Herrmann übernimmt Pascal Proske. Unverändert im Trainerstab sind die mit Christan Marysko besetzte Stelle Bundestrainer Athletik und die Stelle Bundesstützpunkttrainer St. Leon-Rot mit Florian Münch. „Nach Jahren intensiver und beharrlicher Arbeit, hat der DGV einen großen Schritt in der finanziellen Förderung durch die Bundesregierung gemacht. Wir sind also im System der strukturierten Spitzensportförderung in Deutschland angekommen. Maßgeblich ist dabei, dass die Mittel des Bundes, wie auch in anderen Sportarten üblich, nur für zusätzliche Maßnahmen in der Sportförderung gewährt werden. Also für Dinge, die wir noch nicht tun. Wir können also drittmittelfinanziert die nächsten Schritte gehen, die in unserem Haushalt sonst nicht darstellbar wären. Und gerade mit Blick auf die aktuell herausragenden Erfolge gilt: Ausruhen ist keine Option“, erklärt DGV-Präsident Claus M. Kobold. Die Förderung dient der Umsetzung der mit dem BMI und dem Deutschen Olympischen Sportbund (DOSB) vereinbarten olympischen Ziele. DGV „In jedem Golfclub gibt es Großartiges, allein das Privileg, an der frischen Luft zu sein, statt in der Halle rumzusitzen, ist schon etwas Besonderes.“
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