golfmanager 01/2025

112 golfmanager 1 / 25 NAMEN UND NACHRICHTEN weil sich der Golfbetrieb nicht rechnete, sondern weil man durch die Umwandlung in Immobilienprojekte mit dem vorhandenen Grund und Boden deutlich höhere Renditen erzielen konnte als mit dem Golfbetrieb. Überraschend aus europäischer Sicht, dass in 2024 insgesamt gerade einmal 28 neue Golfanlagen in den USA hinzukamen – das Marktwachstum verteilt sich somit fast komplett auf bestehende Anlagen. Große Aufmerksamkeit fand die Aussage der NGF, dass die Preisentwicklung im Golf seit 2014 über der Inflationsrate lag. Ursächlich hierfür ist vor allem die Entwicklung bei der Golfausrüstung, während die Greenfees im Landesdurchschnitt nur knapp über der Inflationsrate lagen. Wie in Deutschland hat man laut NGF auch in den USA das Problem, Golf-Probierer zu dauerhaften Spielern zu konvertieren. Zudem zeigten die Marktforscher, dass sich Golfer von den etablierten Ausrüstungsmarken nicht besonders wertgeschätzt fühlen: Über 60 % aller Golfer haben daher bei Drivern, Eisen oder Puttern die Marke gewechselt. Daten ersetzen zunehmend „Bauchgefühl“ Auch bei vielen Ausstellern spielen Daten eine wichtige Rolle. Golfausrüstung und Bälle werden heute auf Basis umfangreicher Datensammlungen und -analysen optimiert. Um das Kundenerlebnis sowohl bei Clubmitgliedern als auch Gastspielern zu optimieren, setzt man zudem auf Daten-basierte Systeme – oft in Verbindung mit KI –, welche das Nutzerverhalten analysieren und dem Management die Kundenbetreuung erleichtern sollen. Positiv ist hier zu vermerken, dass zunehmend Softwareanbieter aus Europa und anderen Regionen außerhalb der USA für Neuerungen sorgen und in den USA Marktanteile gewinnen. Natürlich war auch das Thema Reisen präsent – offensichtlich hat die Reiseintensität der US-Golfer nochmals Fahrt aufgenommen und nimmt nun zunehmend auch Destinationen außerhalb der USA ins Visier. So waren gewohnt Schottland und Irland mit großen Ständen vertreten, auch Mexico (dieses Mal mit Schwerpunkt rund um Puerto Vallarta) und die Dominikanische Republik waren präsent, während Kontinentaleuropa erneut kaum vertreten war. Das Messeprogramm wurde durch zahlreiche Vorträge auf dem für alle Besucher zugänglichen PGA Hub, Vorträge auf diversen Foren und die parallel stattfindende Golf Business Conference der NGCOA ergänzt. Und wie bei jeder Messe und Tagung gehört das Networking zum festen Bestandteil einer solchen Veranstaltung – sei es in den zahlreichen Happy Hours zum Ende jedes Messetags oder auf einer der Abendveranstaltungen entlang des International Drives. Mit der PGA Show 2025 haben die USA ihre Vormachtstellung in Sachen Golf einmal mehr unterstrichen. Alleine die Größe des Marktes sorgt dafür, dass die Vielfalt des Angebots deutlich weiter gefasst ist als in Europa. So ist es nicht verwunderlich, dass viele Innovationen rund um das Erlebnis für Golfer hier ihren Ursprung nehmen. Auffällig dabei ist, dass die auch in Europa vorhandene Differenzierung nach Clubgolfer und Gastspieler in den USA längst nicht zu starr getrennt wird. Gerade beim Thema „Kundenerlebnis“ geht es den Anbietern darum, für beide Zielgruppen positive Erlebnisse zu schaffen. Wie in den Vorjahren hat der golfmanager einige Anbieter ausgewählt, um ihre Produkte neu vorzustellen oder über neue Entwicklungen zu berichten. Die Anbieter werden dabei in alphabetischer Reihenfolge präsentiert.  Michael Althoff Tristesse war gestern … Nicht jedermanns Geschmack, aber klares Bekenntnis … „Beim Simulatorgolf hat sich in den USA die Spieleranzahl seit 2019 um 126 % erhöht, Golfentertainment rund um Topgolf wuchs um 80 %, das Spiel auf Driving-Ranges um immerhin 46 %.“

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