golfmanager 01/2025

PLATZPFLEGE UND ANLAGENMANAGEMENT IM RÜCKBLICK Gemeinsam für das Golfhaus der Verbände Bei der Erstausgabe des golfmanager im Jahre 1995 hieß unser Magazin noch Rasen-Turf-Gazon im Haupttitel und Greenkeepers Journal im Untertitel, der Greenkeeper Verband Deutschland (GVD) war schon im dritten Jahr und im Begriff, die frühkindlichen Windeln abzulegen. Man wollte schnell groß und stark werden und man streckte erst mal vorsichtig die Fühler aus Richtung der Mutter allen Golfspiels, dem damals eher unnahbaren, übermächtig scheinenden Deutschen Golf Verband (DGV). Das zarte Pflänzchen Golf Management Verband Deutschland (GMVD) fand noch recht wenig Beachtung, Manager auf deutschen Golfplätzen war noch nicht die Regel und die hatten selber noch genug mit ihrer Positionierung in den Clubs zu kämpfen. Im Rahmen der 1999 erzielten Kooperation mit dem DGV wurde dann nach und nach auch der GMVD immer präsenter in den Gesprächen; Klaus Dallmeyer vom DGV hatte dafür ein goldenes Händchen, die Verbände sich näher zu bringen. Wer wen zuerst auf seine Verbandstagung eingeladen hat, kann ich nicht mehr mit Sicherheit sagen. Ich weiß nur, dass ich mich auf den Tagungen immer sehr willkommen gefühlt habe und viele wertvolle Verbindungen daraus entstanden sind. Sicherlich einer der Höhepunkte in der Verbandsfreundschaft war das im Jahre 2004 als Vision der Zukunft überreichte „Golfhaus der Verbände“ durch den damaligen Vize-Präsidenten des DGV Hans Joachim Nothelfer an die beiden Verbandspräsidenten Frank Thonig und mich. Die Vision einer verbandsübergeifenden Zusammenarbeit wurde in den folgenden Jahren kontinuierlich intensiviert, es kamen neue Verbände hinzu und aus dem ehemals dreisäuligen Haus ist nun die Initiative „Wir bewegen Golf“ mit nahezu allen in der Golfbranche tätigen Verbänden geworden. Das Haus steht jetzt auf deutlich mehr Säulen, ob die Statik dadurch besser wird, muss und wird sich zeigen. Fast zwei Drittel der Zeit leitet Andreas Dorsch die Geschäftsstelle des GMVD. Ihm ist es durch seine Art, seine Präsenz auf vielen Veranstaltungen und durch sein Verständnis für die Belange des Greenkeepings zu verdanken, dass die anfangs in unseren Kreisen eher skeptisch gesehene Annäherung der Verbände große Fortschritte gemacht hat. Die gegenseitige Wertschätzung der jeweiligen Aufgabengebiete und das gegenseitige Vertrauen wuchs meines Erachtens stetig bis etwa vor 10 Jahren. In der Zeit danach bis heute sehe ich, auch inzwischen von außen betrachtet, eher wieder einen Rückschritt in alte, fast vergessene Zeiten: Manager und Greenkeeper sind enormen physischen und psychischen Belastungen ausgesetzt. Fachkräftemangel, Überstunden, mangelnde Anerkennung, wirtschaftlich immer engerer Rahmen, Erfolgsdruck (eigener und von außen) mündend in mangelnder Kommunikation – schon sind wir wieder auf dem besten Wege zu „Wir da oben – ihr da unten“. Doch halt, jetzt kommen die beiden altehrwürdigen Magazine wieder ins Spiel. Sowohl im heutigen Greenkeepers Journal als auch im golfmanager stehen regelmäßig Fachartikel für beide Berufsgruppen, um wieder für mehr gegenseitiges Verständnis und mehr Wertschätzung der Arbeit des Anderen zu sorgen. Nur wer weiß, was der Andere tut, kann sich auch in dessen Lage hineinversetzen und Entscheidungen nachvollziehen. Mittlerweile schätzen neben diesen beiden dominierenden Lesergruppen der Anfangsjahre auch die Betreiber von Golfanlagen, Professionals u.v.m. das Magazin und tragen mit ihren Beiträgen zum Erfolg bei. In diesem Sinne: „Viele Hände – schnelles Ende“, lasst uns gemeinsam weiterbauen am „Golfhaus der Verbände“, der golfmanager und das Greenkeepers Journal leben die nächsten 30 Jahre und noch länger von diesen Erfolgsstories.  Hubert Kleiner, langjähriger GVD-Präsident und GVD-Ehrenmitglied 30 Jahre golfmanager – 30 Jahre Pflichtlektüre Das Jubiläum der Fachzeitschrift weckt Erinnerungen an seine Entstehung. Ohne „Vorwarnung“ brachte KlausJürgen Bleeck, Chefs des Koellen-Verlags in Bonn, den golfmanager heraus und sorgte damit im Deutschen Golf Verband (DGV) für einige Irritationen. Management-Methoden waren im Golf noch nicht verbreitet, ehrenamtliche Vereinsführung dominierte. Und eine Präsenz des DGV in der neuen Publikation war nicht gewünscht, denn es sollte keine Verbandszeitschrift werden. Bei jeder Ausgabe richtete sich der Blick in Wiesbaden daher zuerst auf verbandspolitisch relevante Inhalte und eventuelle Spitzen gegen den DGV und sein Tun – von dem Verband nicht wohlgesonnenen Autoren. Doch die Situation entspannte sich beizeiten, auch dank der offenen und kommunikativen Art von Klaus-Jürgen Bleeck und den handelnden Personen im DGV. Die fachlichen Aspekte rückten in den Vordergrund; die Fachbeiträge zum Management von Golfanlagen und zum Golfmarkt fanden und finden große Anerkennung. So ist der golfmanager für mich seit 30 Jahren Pflichtlektüre – von der ersten bis zur aktuellen Ausgabe. Die Entscheidung und die Weitsicht von Klaus-Jürgen Bleeck, vor drei Jahrzehnten den golfmanager herauszubringen, verdient Respekt und Anerkennung. Den heutigen Machern des Magazins mit Bastian Bleeck und seinem Team wünsche ich weiterhin eine große Leserschaft, eine starke Auflage und wirtschaftlichen Erfolg. Klaus Dallmeyer, ehem. DGV-Vorstand Kaufmännischer Bereich 30 JAHRE GOLFMANAGER

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