golfmanager 01/2025

44 MANAGEMENT golfmanager 1 / 25 BEFÜRCHTETER RÜCKGANG BISHER NICHT EINGETRETEN Stabile Entwicklung der DGV-registrierten Mitgliedschaften Mit insgesamt 686.708 DGV-registrierten Mitgliedschaften meldete der Deutsche Golf Verband (DGV) für 2024 ein neues Allzeithoch. Gegenüber dem Vorjahr, das noch einen minimalen Rückgang von 0,1 % aufwies, stieg die Anzahl der Mitgliedschaften um 0,7 %. Der absolute Zuwachs fiel mit 4.592 Mitgliedschaften daher auch deutlich geringer aus als in den von Corona geprägten Jahren 2020 bis 2022. Auffällig: Während sich bei den Herren die Anzahl um 5.576 Mitgliedschaften gegenüber dem Vorjahr erhöhte (+1,27 %), sank die Anzahl der im DGV registrierten Damen um 994 (-0,41 %). Diese Entwicklung steht im Gegensatz zu vielen anderen Golfnationen, bei denen der Anteil weiblicher Golfer zuletzt stieg – nicht zuletzt aufgrund gezielter Förderprogramme. Vielleicht ist es an der Zeit, auch für Golf-Deutschland wieder spezielle Aktionen zur Gewinnung weiblicher Golfer zu starten. Wie die Beitragsreihe des golfmanager im vergangenen Jahr gezeigt hat, gilt dies auch für die Betriebsseite des Golfsports, angefangen beim Anlagenmanagement über das Greenkeeping bis hin zu den Golflehrerinnen. Fortgesetzt hat sich leider der Trend, dass bei Kindern und Jugendlichen zwischen 7 und 18 Jahren die Anzahl der Mitglieder rückläufig ist. Positiv hingegen, dass die Altersgruppen der 21- bis 40-jährigen Treiber der aktuellen, leichten Zunahme waren. Dennoch: Die größte Steigerung absolut verzeichneten erneut Mitgliedschaften in der Altersgruppe ab 61 Jahren. Sie machen mit 298.705 Mitgliedschaften nun 43,49 % des Gesamtmarktes aus (Vorjahr: 42,79 %). Bei den Senioren verteilte sich das Wachstum zudem sowohl auf die Damen als auch die Herren. Unter den Landesgolfverbänden konnte Nordrhein-Westfalen seine Spitzenposition knapp vor Bayern verteidigen. Während drei Landesverbände rückläufige Zahlen meldeten (Baden-Württemberg, Rheinland-Pfalz/Saarland und Hessen), wies Niedersachsen/ Bremen mit 1.660 Neuzugängen das größte absolute Wachstum unter den Landesverbänden auf, s. Tabelle 1. Spitzenreiter beim Wachstum 2024 war jedoch die VcG, sowohl absolut als auch in Prozenten. Mit nunmehr 29.269 Mitgliedschaften entfallen rund 4,26 aller DGV-registrierten Mitgliedschaften auf die clubfreien Golfer – das Engagement der VcG als Turniersponsor und Förderer des Projekts „Abschlag Schule“ dürfte damit finanziell gesichert sein. Allerdings kann das starke Wachstum der clubfreien Golfer auch ein Hinweis auf die Entwicklung der Werthaltigkeit anderer Mitgliedschaften sein, denn wie in den Vorjahren differenzieren die Auswertungen des DGV nicht nach Art der Mitgliedschaft, Fernmitgliedschaften zählen ebenso als genau eine Mitgliedschaft wie Vollmitgliedschaften im lokalen Golfclub. LGV 2023 2024 +/- absolut +/- in % Baden-Württemberg 76.447 75.920 -527 -0,7 % Rheinland-Pfalz/Saarland 30.722 30.525 -197 -0,6 % Hessen 49.911 49.602 -309 -0,6 % Schleswig-Holstein 53.941 53.941 0 0,0 % Nordrhein-Westfalen 143.740 143.799 59 0,0 % Berlin/Brandenburg 27.595 27.622 27 0,1 % Bayern 142.968 143.687 719 0,5 % Sachsen-Anhalt 2.226 2.252 26 1,2 % Mecklenburg-Vorpommern 18.099 18.315 216 1,2 % Sachsen/Tühringen 13.134 13.414 280 2,1 % Niedersachsen/Bremen 74.448 76.108 1.660 2,2 % Hamburg 21.642 22.254 612 2,8 % VcG 27.253 29.269 2.016 7,4 % Gesamt 682.126 686.708 4.582 0,7 % Quelle: eigene Darstellung nach prozentualem Wachstum, basierend auf DGV-Daten Tab. 1: Golfer (DGV-registrierte Mitgliedschaften auf deutschen Golfanlagen) nach Landesgolfverbänden

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