4 30 JAHRE GOLFMANAGER golfmanager 1 / 25 "Bei FachInformationen hat das gedruckte Wort noch einen hohen Stellenwert – trotzdem müssen wir den Markt beobachten und sinnvolle Entwicklungen in unsere Kommunikationskanäle mit integrieren." VIEL WASSER FLOSS DREI JAHRZEHNTE DEN RHEIN HINUNTER ... 30 Jahre FachInformationen – auch eine Herzensangelegenheit der Verlegerfamilie Klaus-Jürgen Bleeck, der verstorbene Senior der Verlegerfamilie Bleeck, war Mitbegründer des Golf Management Verband Deutschland (GMVD) und brachte wenige Monate nach Gründung desselben den golfmanager heraus – vor 30 Jahren. Heute zeichnet sein Sohn Bastian als Geschäftsführer für die Geschicke des Bonner Druck- und Medienhauses verantwortlich. Seine „Blattmacher“ Franz Josef Ungerechts und Stefan Vogel sprachen mit ihm. ? Herr Bleeck, lieber Bastian, kannst Du Dich noch erinnern, wie es zum ersten golfmanager kam? ! Mein Vater Klaus-Jürgen wurde erst mit Übernahme des Hortus-Verlages Mitte der 1990er Jahre Golfer. In dem Zusammenhang kam er dann auch mit dem Kreis um Matthias Nicolaus, Bernhard Lindenbuß und einigen anderen zusammen. Als Unternehmer waren ihm Verbandsstrukturen nicht fremd, deswegen war er auch rasch dabei, den Golf Management Verband Deutschland im Herbst 1994 mit zu gründen. Und natürlich wusste er als Verleger auch um die Bedeutung eines eigenen FachMagazins. ? Wie war das dann mit der GMVDGründung? ! Zur Gründung selbst empfehle ich die von meinen beiden Chefredakteuren mit dem GMVD 2019 erstellte GMVD-Chronik (grinst), das Magazin plante Vater parallel und sponn seine Fäden, auch hausintern bzgl. Strukturen, erste Geschäftsstelle für den noch jungen Verband etc. Und mit Franz Jupp fand er auch einen geeigneten Mitarbeiter, der mit viel Elan und Engagement das Projekt FachMagazin mit entwickelte. Was dann folgte, war/ist etwas, worauf ich heute noch stolz bin: Der golfmanager und die Partnerschaften mit dem GMVD – und bald darauf auch mit dem BVGA – entwickelten sich prächtig, Smartphones und Websites waren noch nicht weit verbreitet und es gab jede Menge Themen. ? War das Miteinander in und mit der Branche ähnlich harmonisch wie heute? ! Nicht immer, ich kann mich noch gut erinnern, dass Vater das Magazin bewusst nicht als Verbands-übergreifendes Medium ansah. Die damaligen Autoren und auch er selbst wurden nicht immer gern und von allen gelesen. Vater war auch zeitweilig in Wiesbaden mit einem Hausverbot belegt – kann man sich heute gar nicht mehr vorstellen. ? Gottlob ist „persona non grata“ kein vererbbarer Titel? ! (Lacht) Nein und auch er war nur kurzzeitig mit diesem WiesbadenBann belegt, was an vielen damals handelnden und weitsichtigen Personen lag – man raufte sich zusammen. ? Wann bist Du beim golfmanager ins operative Geschäft mit eingestiegen? ! Mit meiner Übernahme der Geschäftsführung 2002. Ich gebe aber zu, dass ich dem erfahrenen Franz Jupp viel freie Hand ließ – zurecht, wie sich gezeigt hat. ? Wie viele Publikationen aus dem Hause Köllen haben drei Jahrzehnte voll gemacht? ! Oh, da gibt es nicht sehr viele, was aber auch daran liegt, das der golfmanager, wie sein Pendant für die Platzpflege, das Greenkeepers Journal mit dem wissenschaftlichen RasenTurf-Gazon, auch immer eine Herzensangelegenheit meines Vaters waren – und damit auch für mich. ? Wirtschaftlich war der golfmanager früher erfolgreicher oder haben die Veränderungen in der Medienlandschaft bei den FachInformationen keine so schwerwiegenden Folgen gehabt? ! Natürlich war es in den Anfangsjahren so, dass das Magazin noch höhere Erträge abwarf. Man darf aber nicht vergessen, dass damals die Umfänge deutlich geringer waren und auch die wirtschaftliche Situation der Golfanlagen, der Verbände und der Industrie noch eine andere war. Bastian Bleeck, Geschäftsführer Köllen Druck+Verlag GmbH
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