MANAGEMENT 61 Gehen Sie mit uns online – gmgk-online.de 1 / 25 golfmanager Nachhaltigkeit, Digitalisierung und vor allem Kommunikation In diesem Zusammenhang sieht er, nicht zuletzt auch mit Blick auf die Leading Golf Clubs und den DGV, vor allem zwei Themen: Nachhaltigkeit und Digitalisierung. Damit die möglichen Mehrwerte für Golfer transparent werden, liegt dem erfahrenen Manager ein weiteres Querschnittsthema sehr am Herzen: Kommunikation. Schließlich würden viele Maßnahmen im Golf, die den Kunden zugutekämen, auf den ersten Blick nicht sichtbar, beispielsweise die Erneuerung einer Bewässerungsanlage. Daher komme es – nicht nur auf lokaler, sondern auch auf nationaler und internationaler Ebene – entscheidend auf die Kommunikation mit den Kunden, also Golfern, an, damit diese auch solche Maßnahmen verstünden und unterstützten. Im Blickpunkt stehen für May dabei vor allem Themen rund um den Umwelt- und Naturschutz. Die bevorstehenden re- gulatorischen Veränderungen beispielsweise beim Pflanzenschutz mit einem weiter reduzierten Einsatz von Pflanzenschutzmitteln erforderten bereits heute zielgerichtete Vorbereitungen. „Hier gilt mein großer Respekt allen ehrenamtlich geführten Clubs, denn die Themenvielfalt und Komplexität nimmt permanent zu – dies im Ehrenamt zu leisten, wird zunehmend herausfordernder“, so May. Daher hat er Nachhaltigkeitsthemen auch in den Mittelpunkt seiner DGV-Aktivitäten gestellt. Doch gerade das Thema Wassermanagement zeige, dass es nicht nur auf eine zielgerichtete Vorbereitung ankomme, sondern auf eine umfangreiche, regelmäßige Kommunikation vom Club an seine Mitglieder. „Wenn ich jedes Jahr fünf- oder sechsstellige Beträge im Boden vergrabe, sehen das weder Mitglied noch Gastspieler – daher ist es wichtig, hier proaktiv zu kommunizieren. Das schließt auch ein, dass wir der gerade unter Nicht-Golfern verbreiteten Meinung entgegenwirken, dass ein Golfplatz immer grün sei – er ist Teil der Natur und daher bei Wassermangel auch schon mal mehr oder weniger braun“, fasst May die Herausforderungen zusammen. Bei den Leading Golf Clubs blickt er hier auf inzwischen sechs Jahre Vorstandserfahrung zurück. In dieser Zeit hat er gelernt, dass Nachhaltigkeit nicht nur im Innenverhältnis einer Golfanlage immer wichtiger werde, sondern dass man auch die Golfer permanent über die Hintergründe bestimmter Maßnahmen informieren sollte. Daher wurde in der Satzung der Leading Golf Clubs inzwischen das Ziel von DGV Golf&Natur-Bronze auf Silber angehoben. Bei der Umsetzung der Ziele kommt eindeutig der Unternehmer in May zum Vorschein: „Wir haben bei Leading keine Zwangsmitgliedschaften wie bei einer IHK. Ich habe hier eine klare Erwartungshaltung: Wer sich uns anschließt, sollte das nicht machen, um unser Signet an das Clubhaus zu hängen, sondern sich aktiv für die Umsetzung der gemeinsam definierten Ziele einsetzen“, gibt er die Richtung vor. Das schließe auch ein, dass man sich im Zweifel von Mitgliedern bei den Leading Golf Clubs trennen werde. Der regelmäßige Austausch zwischen den Golfanlagen untereinander auf Basis von Best Practice-Beispielen ist ihm in diesem Verbund ebenfalls eine Herzensangelegenheit. Das Feedback des Workshops, an dem erstmalig die Head-Greenkeeper teilnahmen, habe gezeigt, dass hier bei den Partnern großer Bedarf bestehe. Daher wolle man diese Plattform weiter ausbauen. Eine wesentliche Rolle spiele dabei das Servicecenter, über das die Clubs monatlich Kunden-gerecht aufbereite Informationen für ihre Clubmitglieder erhielten – die zum Erstaunen des Managers dennoch nicht von allen Leading Golf Clubs genutzt würden. Denn neben der B2B-Ebene in der Kommunikation der Leading Clubs untereinander sei auch die B2C-Kommunikation zwischen einem Leading Golf Club und seinen Mitgliedern und Gästen entscheidend. Handlungsraum Golfanlage vs. Sport-Dachverband Hier sieht May einen großen Unterschied zum DGV. In seiner noch nicht einmal zweijährigen Mitgliedschaft im Präsidium sind May zwei Aussagen verstärkt in Erinnerung geblieben: der Halt findet May bei seiner Familie – hier mit Ehefrau Viktoria. Sie ist es auch, die im Gespräch bei den Gedanken an die Zukunft an erster Stelle genannt wurde. (Foto: Privat) „Wenn ich jedes Jahr fünf- oder sechsstellige Beträge im Boden vergrabe, sehen das weder Mitglied noch Gastspieler – daher ist es wichtig, hier proaktiv zu kommunizieren.“ Kam in den letzten Jahren meist zu kurz: das Golfspiel (Foto: Privat)
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