82 MANAGEMENT golfmanager 1 / 25 In der Studie „Zukunft Golf“ wurden in der Saison 2023 etwas über 1.400 Golfer zu ihren Vorstellungen und Voraussetzungen, unter denen sie in Zukunft ihrem Hobby „Golf“ nachgehen möchten, befragt. Die Ergebnisse wurden auf dem Golfkongress des Golf Management Verbandes Deutschland (GMVD) präsentiert und werden nun in einer mehrteiligen Reihe im golfmanager veröffentlicht. Die bisher veröffentlichten Beiträge finden Sie darüber hinaus auch auf unserem FachPortal unter gmgk-online.de. Vorweg die Zahlen, die aus anderen Untersuchungen zur Nutzung von Golfunterricht resultieren. Hier ist vor allem ein Beitrag von Andrew Wood, der als ein weltweit führender Golfexperte gilt, zu nennen. In seinem Artikel untersucht er auf der einen Seite den Prozentsatz der Golfer, die Unterricht nehmen, auf der anderen Seite geht er auf die Gründe ein, warum viele Golfspieler zögern, diese wertvolle Lernmöglichkeit wahrzunehmen. Wood schreibt: „Golf ist ein Sport, der Präzision, Geschick und Hingabe erfordert. Egal, ob Sie ein Wochenendspieler oder ein aufstrebender Profi sind, der Weg zur Meisterschaft des Spiels ist ein kontinuierliches Unterfangen. Eine Möglichkeit, die Verbesserungen verspricht, ist Golfunterricht, doch der Prozentsatz der Golfer, die aktiv am Unterricht teilnehmen, bleibt ein interessantes Thema. […]. Aktuelle Studien zeigen, dass weniger als 20 % der Golfer aktiv an Golfunterricht teilnehmen. Dies deutet zwar darauf hin, dass eine beträchtliche Anzahl von Personen die Vorteile professionellen Unterrichts erkennt, wirft aber auch Fragen über die anderen 80 % auf, die auf diese wertvolle Ressource verzichten. Um dieses Phänomen zu verstehen, müssen wir die verschiedenen Faktoren untersuchen, die sowohl zur Entscheidung beitragen, Golfunterricht zu nehmen, als auch die Hindernisse, die andere davon abhalten.“ Zusammengefasst erläutert Wood die Gründe, warum Golfer Unterricht bzw. keinen Unterricht nehmen: Warum Unterricht? 1. Verbesserung der Fähigkeiten durch professionelle Anleitung 2. Stärkung des Selbstvertrauens in die eigenen Fähigkeiten durch konstruktives Feedback 3. Effizienz und Zeitersparnis durch einen beschleunigten Lernprozess 4. Sozialer Aspekt verbessert das Golferlebnis. Warum keinen Unterricht? 1. Wahrgenommene Kosten: Unterricht wird als (zu) teuere Investition gesehen. 2. Eigenständigkeit und Sturheit: Der Glaube, das Spiel allein meistern zu können 3. Zeitmangel: zu viele andere berufliche und familiäre Verpflichtungen 4. Angst vor Bewertung: Vermeidung des Zeigens von Schwächen und Peinlichkeiten 5. Mangelndes Bewusstsein: keine Kenntnis von Unterrichtsangeboten Den ganzen Artikel können Sie unter www.linkedin.com/pulse/golf-lessons- maximizing-untapped-potential-aspiring- andrew-wood-fwjie nachlesen. Die Studie Zukunft Golf kommt zum gleichen Ergebnis wie andere Untersuchungen auch: nur 19 % der befragten Golfspieler sind bereit, für Golfunterricht Geld auszugeben, s. Grafik 1. Betrachtung Golfunterricht in Abhängigkeit von verschiedenen Faktoren Damit gehen wir ins Eingemachte und zeigen im folgenden Abschnitt, wie die Golfer in Abhängigkeit von Alter, Geschlecht, Spielfähigkeit, Spielerfahrung und Spielhäufigkeit zum Thema „Golfunterricht“ stehen. Hinsichtlich von Alter und Geschlecht mag es wenig überraschend sein, dass mit zunehmendem Alter die Bereitschaft, Golfunterricht zu nehmen, STUDIE ZUKUNFT GOLF VON CMC & PARTNERS Golfunterricht – das Potenzial wird bei weitem nicht ausgeschöpft Oder die Frage: Warum nutzen viele Golfer das Potenzial eines professionellen Golfunterrichts nicht? Die Studie „Zukunft Golf – Golf Horizons“ wurde im Frühjahr 2023 von CMC & Partners entwickelt. Daran mitgewirkt haben: Michael Reiner (ehem. Leiter Internationale Marktforschung bei der Media Saturn Holding), Friedrich Fleischmann (ehem. Geschäftsführer bei der GFK Nürnberg für Global Retail), Dr. Sabine Lang (Geschäftsführerin Lang Marktforschung), Philip Stangassinger (Münchner Golfclub), Andreas Dorsch (Geschäftsführer GMVD), Sabine Ebner von Eschenbach (Projektleiterin CMC) und Dr. Norbert Kutschera (Geschäftsführer CMC). Für die Studie „Zukunft Golf“ wurde ein neuer methodischer Ansatz gewählt, der auf Basis von Entscheidungsfragen die zukünftigen Trends im Golf ermitteln konnte. Foto: Andrii Yalanskyi/stock.adobe.com
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