golfmanager 01/2025

88 MANAGEMENT golfmanager 1 / 25 Daraus folgt: Es braucht neue Unterrichtskonzepte, Konzepte, die mehr auf der Bindung zwischen Golflehrer und Golfschüler basieren und die dem Golfschüler (noch) besser gerecht werden – und zwar in jeglicher Hinsicht. Damit meine ich zum Beispiel den Wechsel von Einzel- und Gruppentraining im Rahmen „eines“ Angebots oder Angebote von zeitlich und inhaltlich unterschiedlichen Trainingsmodulen, Training „on the course“, etc. Und das alles auch zu erschwinglichen Kosten! Vor allem in den ersten Jahren einer Mitgliedschaft gilt es, den Golfanfängern und Neumitgliedern Angebote zu unterbreiten, bei denen sie selbst bestimmen können, welche Art und welcher Umfang des Unterrichts ihnen am meisten zusagt, angefangen von Einzel- versus Gruppenunterricht mit themenspezifischen Unterrichten, wie z.B. Langes Spiel, Kurzes Spiel, Bunkerspiel, Schräglagenspiel, Putten oder auch Spieltaktik. Wer dem Golfer und der Golferin bei der Auswahl der Unterrichtswünsche freie Hand lässt, wird den größten Erfolg bei der Wahrnehmung von Golfunterricht haben, wie z.B. das Kursprogrammangebot der Schweizer Club Golf Academy (https:// www.clubgolf.ch/) besonders deutlich zeigt: Auch die Angebote der Schweizer Golfschule (https://schweizer-golfschule.ch/ kurse/) sind beachtenswert, denn diese werden platzunabhängig angeboten. Was zählt, sind einzig die Qualifikationen der Golflehrer, denn diese Kurse werden von auserwählten, top qualifizierten Professionals der Swiss PGA und ehemaligen Top-Spielern durchgeführt. By the side: Diese Art der Unterrichtswerbung kommt wohl genauso gut an, wie wenn ein Skianfänger weiß, dass er von einem ehemaligen Profi-Skirennfahrer das Skifahren beigebracht bekommt. Ich möchte sogar noch einen Schritt weitergehen: Warum solche Angebote nicht im Rahmen einer Mitgliedschaft als „Addon“ anbieten? Ich bin mir sicher, dass diejenigen Golfclubs, die Golfunterricht in ihre Mitgliedschaftsmodelle integrieren, den größeren Erfolg zum Wohle ihrer Golflehrer und Golfschule einfahren. Gerade am Anfang einer Golfkarriere sind die Golfspieler daran interessiert, Golfunterricht zu nehmen. Wenn Orte, Inhalte und Golflehrer frei wählbar sind, sitzt der Geldbeutel meist etwas lockerer. Das hat die Studie Zukunft Golf zweifellos bewiesen. Schließen möchte ich mit dem eingangs erwähnten Andrew Wood, dessen Fazit ich nicht besser hätte ausdrücken können: „Golfunterricht hat die Kraft, das Spiel eines Golfers zu transformieren, und bietet einen Weg zu Verbesserung und Freude. Während ein bemerkenswerter Prozentsatz der Golfer aktiv professionelle Anleitung sucht, gibt es ein ungenutztes Potenzial bei der Mehrheit, die diese Lernmöglichkeit noch nicht wahrgenommen hat. Durch die Beseitigung häufiger Hindernisse wie wahrgenommene Kosten, Eigenständigkeit, Zeitmangel, Angst vor Bewertung und mangelndes Bewusstsein kann die Golfgemeinschaft gemeinsam daran arbeiten, eine breitere Teilnahme am Unterricht zu fördern. Letztendlich wird die Nutzung dieses Potenzials nicht nur einzelnen Golfern zugutekommen, sondern auch zum Wachstum und zur Lebendigkeit des Sports insgesamt beitragen.“  Bis zu 40 Kurse mit 20 Modulen in 7 Themenbereichen Besuchen Sie so viele Kurse wie Sie wollen und wählen Sie aus bis zu 40 Kursen mit 20 Modulen in 7 Themenbereichen Ihr persönliches Trainingsprogramm 2025 aus. Jeder Kurs dauert 2 × 50 Minuten und ist Intensivunterricht mit unseren Professionals. Durchführung garantiert. Maximal 6 Teilnehmer pro Kurs. Kurse sind zwei Wochen im Voraus buchbar. Maximal zwei Kurse pro Woche buchbar. Einstieg jederzeit möglich. Gültig von April bis Oktober 2025. Dr. Norbert Kutschera Geschäftsführer CMC | Change Management Consulting www.cmc-company.de CMC ist seit 2008 für das Mystery-Testverfahren der Leading Golf Clubs of Germany und seit 2015 für das DGV-Qualitäts- management Nachwuchsförderung auf Clubebene verantwortlich. 30 Jahre golfmanager – gut, aber Mehr geht immer Fast zwanzig Jahre im GMVD und damit auch Leser des golfmanager kann ich damit selbst vorweisen. Mittlerweile im Ruhestand, prüfe ich derzeit, ob und welche Zugehörigkeiten ich weiterhin aufrechterhalte. Der golfmanager jedenfalls würde mir fehlen, denn wie bei anderen guten Fachmedien ließ sich immer etwas lernen und oft auch in die Praxis umsetzen. Und, es finden sich auch zahlreiche Themen, die über das Clubmanagement hinausgehen. Natürlich gibt es immer einen Bedarf an Weiterentwicklung, so bin ich der Auffassung, dass generell zu wenig über die aktuellen Probleme in der Golfbranche berichtet wird. Vielleicht könnte darauf auch im golfmanager noch mehr Augenmerk gelegt werden. Fachleute, die unterstützen könnten, gibt es genug – auch solche, die es sich ,leisten‘ können, sonst gern verschwiegene Probleme klar anzusprechen. Es gibt also genug zu tun – auf die nächsten 30 Jahre und alles Gute! Paul Fischnaller, Golf-Club-Berater und langjähriger Golfmanager Golf Mirabell, Südtirol 30 JAHRE GOLFMANAGER

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