Tiefe kann ABYSS – Spitzname Tiffy – als autonomes Wasserfahrzeug (AUV) vom Typ REMUS 6.000 der Firma Hydroid seine Arbeit unter Wasser verrichten. Sein Name bezieht sich auf das sogenannte Abyssal, ein Begriff, der den Meeresboden zwischen 2.000 und 6.000 Metern Tiefe umfasst. Dieser Bereich der Tiefsee ist das Haupteinsatzgebiet für ABYSS, das auf den GEOMARForschungsschiffen zur Meeresforschung eingesetzt wird. Mit Unterstützung von verschiedenen Echoloten kartiert es den Meeresboden und sammelt mithilfe von Sensoren die physikalischen Parameter aus der Wassersäule. Das Gerät wird mit Lithium-Batterien betrieben, mit denen es bis zu 22 Stunden tauchen und messen kann. In zehn bis zu 6.000 Meter startete im GEOMAR der Forschungsverbund CONMAR (CONcepts for conventional MArine Munition Remediation) im Rahmen der Forschungsmission „Schutz und nachhaltige Nutzung mariner Räume“ der Deutschen Allianz Meeresforschung (DAM) zur Sanierung konventioneller Munitionsaltlasten in Nord- und Ostsee. Das Ziel: eine akustische, visuelle und chemische Kartierung zur Erstellung von Konzepten für die Beseitigung mariner konventioneller Munition und neues Wissen über Risiken, Strategien und Handlungsansätze für den Umgang mit Munitionsaltlasten. CONMAR soll bestehende und neue Datensätze zu historischer Marinemunition integrieren, das Fachwissen deutscher meereswissenschaftlicher Organisationen, staatlicher Stellen und des privaten Sektors bündeln, das wissenschaftliche Verständnis der Rolle, des Verbleibs und der Auswirkungen von Marinemunition in der Umwelt verbessern und in Abstimmung mit Interessengruppen politische Lösungen für Überwachungs- und Sanierungsmaßnahmen zu entwickeln. Das Projekt wird bis Ende 2027 mit 4,8 Million Euro Fördergeldern durch das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) unterstützt. Im Jahr 2022 In aktuell 17 Expeditionen pro Jahr – an insgesamt 473 Tagen – erforscht das GEOMAR Helmholtz-Zentrum für Ozeanforschung Kiel den globalen Ozean vom Meeresboden bis in die Atmosphäre. Es bildet ein einzigartiges Spektrum von physikalischen, chemischen, biologischen und geologischen Prozessen im Ozean ab und trägt so dazu bei, das Ozeansystem zu verstehen und die Entwicklung nachhaltiger Lösungen für drängende gesellschaftliche Probleme zu ermöglichen. Im Rahmen der Programmorientierten Förderung der Helmholtz-Gemeinschaft ist das GEOMAR Teil des gemeinsamen Forschungsprogramms „Changing Earth – Sustaining our Future“ des HelmholtzForschungsbereichs Erde und Umwelt. 15 SPEZIAL VAA MAGAZIN AUGUST 2025
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