VAA Magazin August 2025

INTERVIEW MIT RANDOLF BURSIAN UND KATJA REJL Optimierung der Führungsebenen erfordert klare Kommunikation Weniger Führungsebenen, größere Führungsspannen, klarere Zuständigkeiten – mit dem Programm „Evonik Tailor Made“ – kurz ETM – stellt sich der Chemiekonzern Evonik Industries strategisch neu auf. Randolf Bursian, Leiter des ETM-Programms, erläutert im Interview mit dem VAA Magazin die Hintergründe. Zugleich erklärt die Vorsitzende der VAAKommission Führung Katja Rejl die überbetriebliche Perspektive und ordnet die Veränderungen ein. Foto: Evonik Randolf Bursian ist Leiter des Programms Evonik Tailor Made (ETM) sowie Vorstandsmitglied des Bundesarbeitgeberverbands Chemie (BAVC) und des Instituts der Deutschen Wirtschaft (IW). VAA Magazin: Herr Bursian, Evonik hat mit ETM ein ambitioniertes Programm gestartet. Worum geht es dabei konkret? Bursian: Evonik Tailor Made – abgekürzt ETM – ist ein breit angelegtes Transformationsprogramm, mit dem wir Komplexität reduzieren und unsere Organisation zukunftsfähig machen wollen. Es geht nicht nur um die Verwaltung, sondern um den gesamten Konzern – von operativen Einheiten bis hin zu Konzernrichtlinien. Unser Ziel: weniger Führungsebenen, größere Führungsspannen, klarere Verantwortlichkeiten. Rejl: Genau diese Themen bewegen viele Unternehmen in der Branche. In der VAAKommission Führung haben wir festgestellt, dass sich die Führungsspanne vielerorts vergrößert – oft ohne die nötige Begleitung. Deshalb ist es spannend, wie Evonik das Thema strategisch und systematisch angeht. Ganz genau. Aber was heißt das bei Evonik konkret in Zahlen? Bursian: Wir hatten früher bis zu elf Führungsebenen – das verschlankt sich künftig auf sechs. Zudem streben wir eine Führungsspanne von eins zu sieben an. Dafür nutzen wir bewusst den Median als Steuerungsgröße, nicht starre Mindestgrößen oder Durchschnittswerte. Das erlaubt mehr Flexibilität – auch bei kleinen Teams mit spezifischen Aufgaben. 24 VAA MAGAZIN AUGUST 2025 BRANCHE

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