VAA Magazin August 2026

Für die Unternehmen der Chemie-, Kunststoff- und Pharmaindustrie sind die Belastungen durch staatliche Bürokratie hoch, wie eine Studie des Instituts der deutschen Wirtschaft (IW) kürzlich bestätigt hat. Zu den zahlreichen fertigungs- und produktspezifischen Regulierungen zählen beispielsweise die europäische REACH-Verordnung im Chemikalienrecht, die Wirkstoffherstellungsverordnung, das Arzneimittelrecht und das Emissionsrecht für industrielle Anlagen. Im Rahmen des IW-Zukunftspanels wurden im Herbst 2025 gut 1.080 Unternehmen zu ihrer Wahrnehmung der Bürokratiebelastung befragt. 74 Prozent der Unternehmen beklagten eine Zunahme der Bürokratiebelastung innerhalb der vergangenen drei Jahre, 15 Prozent der Unternehmen mussten zur Bewältigung des Anstiegs zusätzliches Personal einstellen. Fast drei Viertel der Unternehmen kritisieren, dass Verwaltungsbeschäftigte Ermessensspielräume nicht angemessen ausschöpfen. Fast ebenso viele Unternehmen empfinden das Bearbeitungstempo der Behörden als schleppend. IW-Studie: Bürokratie belastet Chemie- und Pharmabranche Leistungsfähigkeit organischer Solarzellen steigern VAA bei VBIO: Starthilfe für Studierende der Biologie Obwohl die Wirkungsgrade organischer Solarzellen inzwischen auf über 20 Prozent gestiegen sind, gibt es physikalische Grenzen, die eine weitere Leistungssteigerung erschweren. Ein Forschungsteam der Linköping University in Schweden, der Universität Potsdam, des Paul-Drude-Instituts in Berlin und anderer Kooperationspartner konnte zuletzt in der Fachzeitschrift Nature Photonics zeigen, welche physikalischen Prozesse eine zentrale Kenngröße für die Leistungsfähigkeit von organischen Solarzellen limitieren. Demnach hängt die Erzeugung freier elektrischer Ladungen in der aktiven Schicht der Solarzelle unter gewissen Bedingungen stark vom elektrischen Feld des organischen Halbleitermaterials ab. Foto: Thomas Roese Zellfalle für Immuntherapien gegen Krebs Im Kampf gegen Krebs sind Immuntherapien eine vielversprechende Methode. Forschende der Technischen Universität München (TUM) haben jetzt ein sogenanntes Lab-on-a-Chip-System namens CellTrap entwickelt. Es ermöglicht, Interaktionen zwischen Immun- und Krebszellen auf Einzelzellebene zu beobachten. Die Methode soll dabei helfen, grundlegende Prozesse der Krebsimmunologie besser zu verstehen und zentrale Fragen zu beantworten. Im Journal RSC Advances berichtet das Team, dass frühe Aktivierungssignale in Immunzellen oft auf eine spätere zellschädigende Wirkung hindeuten. Foto: TUM Bereits seit einigen Jahren führt der VAA gemeinsam mit dem Verband Biologie, Biowissenschaften und Biomedizin in Deutschland (VBIO) sehr gut besuchte Präsenz- und Onlineveranstaltungen durch. Anfang Juni 2026 waren erneut über 300 Studierende und Promovierende unterschiedlicher Biologiestudiengänge online zugeschaltet, als es um den erfolgreichen Berufseinstieg in der Medtech- und Pharmabranche ging. Vonseiten des VAA waren die 1. Vorsitzende Dr. Birgit Schwab und Dr. Carsten Bornhövd von der Wacker Chemie AG sowie Dr. Stefan Herrmann von der Bayer AG und Ida Tolksdorf aus dem Juristischen Service des VAA dabei. Während die ehrenamtlichen VAA-Mitglieder aus ihrem beruflichen Alltag und über ihre persönlichen Erfahrungen beim Karrierestart berichtet haben, gab VAA-Juristin Tolksdorf Tipps zum Bewerbungsprozess in den Chemie- und Pharmaunternehmen. Auch beantwortete sie zahlreiche arbeitsrechtliche Fragen, beispielsweise rund um den ersten Arbeitsvertrag. 30 VAA MAGAZIN AUGUST 2026 MELDUNGEN

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