Gipfeltreffen in Oslo Führungskräfteverbände in Europa Anfang Juni 2026 hat das Team der ULA an der Generalversammlung der CEC European Managers in Oslo teilgenommen. Die CEC vertritt als europäischer Dachverband die Interessen von Führungskräften auf EU-Ebene und bringt ihre Perspektive in politische Debatten, europäische Projekte und den Sozialen Dialog ein. Die diesjährige Generalversammlung zeigte, wie breit die CEC inzwischen in Führungsthemen aufgestellt ist – von Künstlicher Intelligenz (KI) über Klima bis hin zu Innovation und Qualifizierung. Zum Auftakt betonte CEC-Präsident Maxime Legrand die Bedeutung europäischer Zusammenarbeit: „Bei der CEC geht es um Menschen, Beziehungen und ein gemeinsames Engagement für die Führungskräfte, die wir in ganz Europa vertreten.“ Als Sozialpartner auf europäischer Ebene ist die CEC am Europäischen Sozialen Dialog beteiligt und bringt dort die Interessen der europäischen Führungskräfte ein. Themen wie Qualifizierung, die Vorbereitung der digitalen und grünen Transformation in der Arbeitswelt sowie der verantwortungsvolle Einsatz von KI stehen dabei auf der Agenda. Im Mittelpunkt des ersten Tages standen die aktuellen Projekte der CEC. Ein Schwerpunkt war das neue EU-geförderte Projekt „AI Manage“, das die CEC gemeinsam mit Arbeitgeber- und Führungskräfteorganisationen umsetzt. Ziel ist es, Führungskräfte beim verantwortungsvollen Einsatz von KI zu unterstützen – unter anderem mit einer wissenschaftlichen Langzeitstudie, europäischen KI-Leitlinien, einer praxisorientierten Toolbox sowie Weiterbildungsangeboten. Mit „Managers+“ stellte die CEC zudem eine neue Initiative vor: In einer Art digitalem „Erasmus für Führungskräfte“ sollen sich Führungskräfte den EU-Staaten vertraulich austauschen können, um Wissen, Erfahrungen und Best Practices zu teilen. Auch Nachhaltigkeit spielt in der Arbeit der CEC nach wie vor eine große Rolle. Die Arbeitsgruppe „Just Transition and Climate Leadership“ bereitet derzeit die Teilnahme der CEC an der Weltklimakonferenz COP31 in Antalya vor. Ziel ist es, dort die Rolle von Führungskräften bei der nachhaltigen Transformation von Wirtschaft und Gesellschaft stärker sichtbar zu machen. Europa im Wandel und die Zukunft der Führung Der zweite Tag widmete sich den großen politischen und technologischen Herausforderungen Europas. Staatssekretärin Astrid Bergmål blickte optimistisch auf die Zukunft der norwegisch-europäischen Zusammenarbeit in Verteidigung und Wirtschaft– auch ohne EUMitgliedschaft. Die ehemalige norwegische Ministerpräsidentin Erna Solberg sprach über die Folgen geopolitischer Spannungen, des Krieges in der Ukraine und zunehmender wirtschaftlicher Unsicherheiten. Sie betonte, dass Europa schneller und entschlossener handeln müsse, um Wettbewerbsfähigkeit, Sicherheit und Resilienz zu stärken. Ein weiterer Schwerpunkt war die Frage, wie Künstliche Intelligenz die Arbeitswelt verändert. Für die sinnvolle Nutzung von KI sei entscheidend, dass Unternehmen ihre Prozesse, Kompetenzen und Führungsstrukturen grundlegend neu denken, betonte etwa Olav Hypher vom Norwegischen Rundfunk. Europäische Zusammenarbeit als Schlüssel Die Generalversammlung machte deutlich, dass viele Zukunftsfragen, von KI über Innovation und Qualifizierung bis hin zu Nachhaltigkeit, nur gemeinsam auf europäischer Ebene beantwortet werden können. Für die ULA bot das Treffen eine wertvolle Gelegenheit, sich mit anderen Führungskräfteorganisationen auszutauschen und vertiefte Einblicke in die vielfältigen Aktivitäten der CEC zu gewinnen. Foto: CEC 36 ULA NACHRICHTEN AUGUST 2026 www.ula.de
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