VAA Magazin August 2026

Notizen aus Berlin Schlechte Nachrichten für Fach- und Führungskräfte hat der politische Endspurt vor der Sommerpause gebracht: Der Kündigungsschutz soll für Hochverdienende aufgeweicht werden, gleichzeitig wird die Beitragslast ab 2027 weiter steigen. Die Beschlüsse des Koalitionsausschusses von CDU, CSU und SPD am 1. Juli 2026 sehen unter anderem eine Aufweichung des Kündigungsschutzes für Beschäftigte mit höheren Einkommen vor. Schon ab einem Einkommen von dem 1,75-fachen der Beitragsbemessungsgrenze sollen Arbeitsverhältnisse künftig gegen Abfindung gerichtlich aufgelöst werden können. Das würde auch viele Fach- und Führungskräfte betreffen. Die ULA hat sich deshalb in einem offenen Brief an den Bundeskanzler und die federführenden Bundesministerinnen gewandt. Mit der Aufweichung des Kündigungsschutzes wollen die Koalitionsfraktionen die Wirtschaft beleben und Unternehmen Freiräume bieten. Doch diese Argumentation greift zu kurz, denn wer Arbeitnehmerrechte für einen vermeintlichen Wettbewerbsvorteil opfert, verkennt ihren Wert für einen starken Wirtschaftsstandort. Eine solche Regelung sei gerade für diejenigen, die in Unternehmen Verantwortung übernehmen und eine besondere Leistung erbringen, ein fatales Signal: „Engagement, Leistung und die Übernahme von Verantwortung lohnen sich nicht“, erklärte ULA-Präsident Roland Angst kürzlich dem Handelsblatt. „Im Gegenteil, sie können sogar mit Nachteilen verbunden sein.“ Weitere Informationen gibt es unter www.ula.de. Druck auf Führungskräfte steigt weiter Neben der Aufweichung des Kündigungsschutzes bringt die Bundesregierung zudem immer neue Mehrbelastungen auf den Weg, die gerade Fach- und Führungskräfte spüren werden. So wurde die Beitragsbemessungsgrenze in der Gesetzlichen Krankenversicherung in der letzten Sitzung des Deutschen Bundestags vor der Sommerpause im Rahmen des GKV-Beitragsstabilisierungsgesetzes zusätzlich zur regulären Erhöhung weiter angehoben. Entgegen den Empfehlungen ihrer eigens eingesetzten Kommission hat die Bundesregierung damit Fakten geschaffen, welche die Mehrbelastung von Fach- und Führungskräften für die Zukunft fortschreiben – und das, obwohl die Vorschläge für eine langfristige Reform des Gesundheitssystems weiter ausstehen. Mit dieser Mehrbelastung riskiert die Bundesregierung zudem eine Erosion der gesellschaftlichen Akzeptanz für echte Reformen. Denn auch Reformen mit nachhaltiger Wirkung kosten Geld. Das zeigen beispielsweise die Vorschläge der Alterssicherungskommission. Doch genau diese Akzeptanz braucht es, wenn notwendige und überfällige Reformen endlich umgesetzt werden sollen. Weitere Informationen finden sich auf der Kampagnenseite der ULA gegen eine Erhöhung der Beitragsbemessungsgrenze und unter www.ula.de.  Offener Brief der ULA an den Bundeskanzler und die federführenden Bundesministerinnen: Kampagnenseite der ULA gegen eine Erhöhung der Beitragsbemessungsgrenze: Innovation entsteht dort, wo Erfahrungen geteilt und neue Perspektiven gewonnen werden. Genau hier setzt das Programm „Managers+ Innovation Exchange Network“ an, das von CEC European Managers, dem europäischen Dachverband der ULA, in diesem Jahr pilotiert wird. Die Initiative bringt Führungskräfte aus verschiedenen europäischen Ländern zusammen und schafft einen unkomplizierten Rahmen für den direkten Austausch zu Zukunftsthemen, die Führungskräfte in ganz Europa bewegen: Innovation, KI, Forschung und Entwicklung, die Zusammenarbeit mit Startups und vieles mehr. Teilnehmende werden passend nach Position, Erfahrung und Interessen miteinander vernetzt. In einem strukturierten, einstündigen Gespräch treffen sich je zwei Führungskräfte in einem digitalen Format, um aktuelle Herausforderungen zu diskutieren, praxiserprobte Lösungen zu teilen und neue Impulse für ihr eigenes Unternehmen zu gewinnen. Dabei gilt ein striktes Vertraulichkeitsprinzip mit klarem Fokus auf gegenseitiges Lernen. Gesucht werden insbesondere Führungskräfte, die sich mit Innovation, Forschung, KI oder neuen Technologien beschäftigen und ihr europäisches Netzwerk ausbauen möchten. Die Teilnahme ist in Deutschland exklusiv für ULAMitglieder und kostenfrei. Die Anmeldung ist noch bis Ende August 2026 möglich. Weitere Informationen gibt es auf der CEC-Website unter www.cec-managers.org.  Erasmus für Führungskräfte: Managers+ Weitere Informationen und Anmeldung: 37 ULA NACHRICHTEN AUGUST 2026 www.ula.de

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